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Das Fest im Fest

Dorit Schlemermeyer – 14.7.2017 – Syker Kurier

 

Ein bisschen frecher und derber“, ruft Peter Henze seinen Statisten zu. Diese sind allesamt Pastoren. Zusammen proben sie für das Musical „Ein Fest für Luther“. Wie „frecher und derber“ dazu passt.

 

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Hier spielt die Musik: Regisseur Peter Henze (l.) gibt Anweisungen an seine pastoralen Schauspieler.

 

Bruchhausen-Vilsen. 500 Jahre Reformation sind ein Grund für ein ganz besonderes Kirchenkreisfest. Das  dachten sich die Organisatoren des diesjährigen Festes und hatten die Idee, ein Theaterstück aufzuführen. Das trägt den Arbeitstitel „Ein Fest für Luther“ und wird am 19. August ab 17 Uhr in der Cyriakuskirche uraufgeführt. Vermutlich ein Novum in der Geschichte des Kirchenkreises: Alle Darsteller sind Pastorinnen und Pastoren. Wer also schon immer mal seine Geistlichen als Schauspieler erleben wollte, kann das am frühen Sonntagabend in der Vilser Kirche tun.

Mitwirkende sind die Pastoren Thies und Tieneke Jarecki aus Eystrup, Mareike Hinrichs-Mohr aus Vilsen, Florian von Issenddorf aus Bruchhausen, Meike Müller aus Schwarme. Ulrich Krause-Röhrs aus Leeste, Gudrun Müller aus Kirchweyhe, Timo Rucks aus Harpstedt, Anke Orths aus Syke, Berufsschulpastorin Johanna Schröder und Kirchenkreisjugendpastorin Anja von Issendorf sind ebenfalls mit von der Partie. Genauso wie Altenheimseelsorger Lothar Dreyer, Krankenhausseelsorger Albert Gerling-Jacobi, Superintendent Jörn-Michael Schröder, Kirchenkreis-Pressesprecherin Miriam Unger und Kantor Dietrich Wimmer.

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Regisseur Peter Henze gibt Anweisungen an seine pastoralen Schauspieler

Außerdem werde noch ein Überraschungsgast erwartet, lässt Miriam Unger bei den Proben zum Stück in der Vilser Cyriakuskirche wissen. Die Leitung hat Peter Henze inne. Von ihm stammt das Stück, das die Organisation eines Festes für Luther zum Thema hat. Das Fest im Fest sozusagen. „Wir sind fast nie vollzählig, deshalb müssen wir heute sehr konzentriert arbeiten, wenn schon mal so viele da sind“, motiviert Regisseur Henze seine Schäfchen.

Das Stück werfe Schlaglichter auf Luthers Leben, setze sich aber auch kritisch mit dem großen Reformator auseinander, beschreibt Peter Henze seine Ideen. Dann möchte er mit der Frauenszene weiterproben, und seine Schauspielerinnen flattern wie die verwunschenen Raben aus Krabbat in den Altarraum, um ihre Diskussion über Luther zu beginnen. „Wir tragen die Hälfte des Himmels“, meinte eine, während eine andere Margot Käsmann zitiert. 

Ein bisschen frecher und derber“, ruft Henze und erinnert daran, dass Luther im tiefsten Mittelalter gelebt hat. In einer anderen Szene wird ein berühmter Satz von Luther zitiert: „Wenn heute die Welt unterginge, würde ich noch ein Apfelbäumchen pflanzen“. Sehr komisch ist das Duell zwischen Dietrich Wimmer und Jörn-Michael Schröder, das ein bisschen an „Don Camillo und Peppone“ erinnert, zwei Figuren aus einem Spielfilm aus den 1950er-Jahren, die um die Macht in einer italienschen Kleinstadt konkurrieren.

 

Allen Schauspielern, also allen Pastorinnen und Pastoren, ist der Spaß am Spiel anzumerken. Außerdem warten viele auch mit beeindruckenden darstellerischen Talenten auf. Die Gäste des Kirchenkreisfestes am 19. August können sich auf ein sowohl lehrreiches als auch humorvolles Stück freuen.

 

Als weitere Zutaten für einen gelungenen Familiensonnabend am 19. August sind auch noch Spiele im Angebot mit so klangvollen Namen wie „Thesen-Wettnageln“, „Entkomme mit Witz und Geschick der Enge der Wartburg“ und „Tintenfässerweitwurf auf den Teufel“. Das Fest beginnt am Nachmittag auf einem der schönsten Plätze im Kirchkreis, dem Kirchhof der Cyriakuskirche. Kurz vor 17 Uhr gilt es, sich Plätze in der Kirche zu sichern um das Stück von „Luthers Erben“, so der Name der Laiengruppe, zu sehen, das sich schon in den wenigen bei der Probe erlebten Szenen als kurzweilig und humorvoll präsentiert hat.

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Fr, 14. Juli 2017

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Artikel im Syker Kurier.