Land & Kunst e.V. ... mal wieder näher am Leben
           
   

Klimaspaziergang mit den Fridays
Niko Paech & Manfred Folkers: Ein Abend mit Folgen …

Es war ein guter und wichtiger Abend – Prof. Dr. Niko Paech, führender Postwachstums-Wissenschaftler war auf Einladung von Land & Kunst e.V. erneut zu Gast und hielt sein vorjähriges Versprechen, seinen Co-Autor Manfred Folkers mitzubringen, der einen klaren Blick aus buddhistischer Sicht zum Thema einbrachte. Nach wenigen Stunden war diese Veranstaltung schon seit Wochen „ausverkauft“ – 80 Besucher*innen durften ins Forum in Bruchhausen-Vilsen, wohin wir aufgrund der Corona-Situation ausgewichen sind – und alle hielten sich sorgsam an das erstellte Hygienekonzept – dafür danken wir allen Gästen und Helfern. Es wurde ein Abend mit Folgen … siehe im Weiteren den Aufruf zu einem Netzwerk „Ändern leben“.

Auch das zweite Gesangsseminar mit Anne Heeg kann leider aufgrund der geltenden Regeln derzeit nicht stattfinden, für 2021 wird geplant. Wichtig ist aktuell der erste Klima-Streik der Fridays for future nach langer Zeit – wir rufen auf zu einem KLIMA-SPAZIERGANG in Bruchhausen-Vilsen – keine Demo, sondern ein Spaziergang mit ABSTAND.

 


Der mit ABSTAND schönste Klima-Spaziergang am Freitag,
den 25.9.2020 14 Uhr in BruVi: Mit Schild und Schirm fürs Klima –
Solidarität mit den Fridays for future

Zum ersten Mal seit Wochen, seit Beginn des Corona-Zeitalters gehen wieder junge Menschen von FRIDAYS FOR FUTURE, EXTINCTION REBELLION und der GENERATIONENSTIFTUNG für das Klima und einen grundsätzlichen Wandel unseres Lebensstils auf die Straßen – unterstützt werden sie von Menschen aller Generationen, von Eltern, Künstlern, Wissenschaftlern – und in Bruchhausen-Vilsen auch wieder einmal vom TafelTheater. Aus Respekt vor den Corona-Hygienemaßnahmen gibt es keine Demonstration, keine größere Aktion oder Musik, allerdings die Einladung an alle Bürger*innen der Samtgemeinde zu einem großen Spaziergang: alle die sich im Klimastreik solidarisch zeigen, sollen am Freitag, den 25.09.2020 möglichst lange und oft mit „Schild und Schirm“ unterwegs sein, ein Schild zum Thema und ein Schirm als Zeichen zum Schutz des Klimas. Ein Schirm als Zeichen also beim Einkauf, (in allen Gemeinden) beim Spaziergang, (möglichst) bei der Arbeit, auf dem Balkon und beim Gassi-Gehen am Abend – möglichst den ganzen Freitag, die Kernzeit für den Spaziergang mit dem TafelTheater ist von 14 bis 15 Uhr im „Zentrum“ von Bruchhausen-Vilsen – friedlich, freundlich – deutlich!

Bitte unbedingt beachten: es gelten die Corona-Regeln. Kein Demo-Gedrängel, nur einzeln gehen, mit Masken und Hygieneregel und ABSTAND – dafür ist jeder Spaziergänger selbst verantwortlich – jede/r für alle – im Sinne für ein gutes Klima.

 


Reden sollen Taten folgen: Aufruf zu einem Netzwerk ÄNDERN LEBEN –
für Jetzt und Morgen – Kontaktadresse info@landundkunst.de

Niko Paech und Manfred Folkers hatten es jeweils aus ihren Sichten an diesem Abend mehrfach deutlich gemacht: „Ihr werdet die Politiker die immer mit Versprechungen statt Änderungsgedanken wiedergewählt werden wollen, nie für Euch gewinnen, wenn Ihr nicht selber anfangt, Gruppen und Gemeinschaften zu bilden, die ein anderes Verhalten vorleben … nur wenn dieser Aufstand der Handelnden größer wird, werden sich auch Politiker für Euch und Eure Ziele einsetzen wollen und können.“ – Und Folkers rief auf zu einem „Wandel der Herzen“.

Noch ehe die beiden Referenten sich verabschiedeten regten Besucher*innen eine praktische Fortführung der Nachhaltigkeitsdiskussion auch vor Ort an. Peter Henze nahm die Anregungen postwendend auf und bot seitens des Vereins Land & Kunst e.V. Hilfe an ein solches Netzwerk aufzubauen: Stichworte fielen: „Dein Ändern leben“, es geht um Jetzt und Morgen – ums Klima, um Nachhaltigkeit und Spiritualität. Gedacht ist sowohl an digitale Kommunikation als auch an persönliche Treffen aus denen dann konkretes Handeln erwächst. Land & Kunst e.V. sammelt derzeit Adressen – Interessent*innen melden sich bitte unter info@landundkunst.de

 


Keine Feste. Innehalten. Ändern leben.

Land & Kunst e.V. und die Zukunft der Kulturarbeit

„Willst Du den Herrgott zum Lachen bringen, so mach einen Plan“. Diese Weisheit drängt sich erneut auf in Corona-Zeiten, denn jeden Tag kann alles wieder ganz anders sein. Das gilt auch für die Kulturarbeit. So sind es mehr Überlegungen zur Frage, was diese Krise uns erzählt als ein Plan, was die Arbster Kulturleute bewegt. Aus Respekt vor allen Menschen, deren Leben dieses Virus verändern kann, heißt das zunächst, weiterhin alle Hygienemaßnahmen zu befolgen. Das wiederum bedeutet, dass es in Arbste in diesem Jahr keine großen Veranstaltungen wie das Hoffest, den Tag des Offenen Denkmals und den Landsommer in der bekannten Form geben wird, es ist nicht möglich an diesem besonderen Ort alle geforderten Hygienemaßnahmen zu befolgen.

Viele von uns erwarten „daß es bald wieder losgeht“, auch in Sachen Kultur – Veranstaltungen, Seminare usw. Der Verein Land & Kunst e.V. in Arbste sieht indes die Notwendigkeit, etwas genauer zu schauen, was diese Krise uns erzählt, wahrzunehmen daß das Wort Krise sowohl Katastrophe als auch Chance bedeutet. Wir halten uns in diesen Tagen an kluge Geister, die zum Innehalten raten, sich einzugestehen, dass wir auf viele Fragen einmal keine schnelle Antwort haben, hat doch Corona, uns eigentlich nichts wirklich Neues mitgeteilt, nur auf überdeutliche Weise gezeigt, wie unser Lebensstil völlig aus den Fugen zu geraten scheint, im Kleinen und im Großen.

Ungerechtigkeiten aller Art, die Schere zwischen Arm und Reich, die strukturelle Macht der Männer gegenüber Frauen, Rassismus und Nationalismus, der Glaube, der Markt wird alles regeln und die Klimakatastrophe – all das ist nicht neu, es war uns bekannt, wir wollten es nicht sehen in einer von Konsum und Vergnügungssucht taumelnden Gesellschaft. Es kann kein Durchstarten geben, es kann nicht alles wieder normal werden, weil fast alles Normale früher schon nicht normal war.

Kulturarbeit fragt für Land & Kunst e.V. nach einem sinnvollen und guten Leben – für alle, global und in kleinen Gemeinschaften. Nun scheint es, dass ein Virus uns zeigt, inwieweit wir überhaupt verlernt haben, sinnvoll zu leben – mit dieser Erde und allem was lebt und mit dem Wissen, dass wir hier für begrenzte Zeit zu Gast sind. Es bedeutet im Kleinen sich unserer Verletzlichkeit, unserer Begrenztheit bewusst zu werden, das kostbare und fragile Geschenk des Lebens neu zu erfahren, zu verstehen und zu erfüllen. Im Großen bedeutet es „ein neues globales Machtverhältnis“ herzustellen, wie es UN-Generalsekretär Guterres forderte.

Covid-19 hat die Brüche im fragilen Skelett der Gesellschaften bloßgelegt, sagt Guterres. „Es hat überall Trugschlüsse und Unwahrheiten entlarvt: Die Lüge, dass die freien Märkte für alle Gesundheitsversorgung liefern können; die Fiktion, dass unbezahlte Pflegearbeit keine Arbeit ist; die Täuschung, dass wir in einer postrassistischen Welt leben; den Mythos, dass wir alle im gleichen Boot sind.“

Die Ereignisse um die Schlachthöfe von Tönnies & Co. zeigen wie brutal wir umgehen mit Tieren und Menschen.

„Ist jetzt nicht der Zeitpunkt, die Räder anzuhalten und den Systemwechsel herbeizuführen?“, fragt Pfarrer Peter Kossen. Der das „System“ gut kennt: Das System einer Wertschöpfung, die auf der Ausbeutung von Menschen, Tieren und Natur aufgebaut ist, sei krank und mache krank. Nur Achtsamkeit, Wachsamkeit und gesetzlich erzwungene Mindeststandards von Leben und Arbeiten in Würde und Gerechtigkeit könnten die Wende herbeiführen, so Kossen.

Rainer Maria Rilkes Wort „Du musst Dein Leben ändern“ wurde von jungen Leuten fortgeschrieben zu „Du musst Dein Ändern leben“. Es animiert im Alltag wirklich werden zu lassen, was wir als Vision und Entwurf erkennen. „Eine Kultur des Genug“ wie es Niko Paech nennt. Für die Kulturarbeit aus Arbste heißt das, diesen Fragen nachzugehen, vorerst nicht in großen Veranstaltungen, sondern in kleinen Formen. Neben vielen Gesprächen während der letzten Wochen – auf den „Corona-Bänken“ in Arbste und über Telefon oder per E-Mail werden auch digitale Angebote vorbereitet, die wirkliche Begegnungen werden aber nicht ersetzen können. Nähe kann nicht abgeschafft werden … es wird eine Herausforderung sein, dieses Wort neu zu hören, zu interpretieren und zu erfahren. Ruhe, Schauen, Nachdenken werden im Mittelpunkt der Einladungen stehen, die der Verein aussprechen wird.

„In einer Krise, die womöglich alles anders gemacht hat, kann man aus unserer Sicht gar nicht anderes tun, als im leeren Raum der stillgestellten Zukunft zu sortieren, was sich zeigt“ sagt der Sozialpsychologe Harald Welzer.

„Wer über Wege nach morgen sprechen möchte, muss zurückblicken – und bereit sein festzustellen, dass in der ein oder anderen Hinsicht auf einem Holzweg sind … dass uns klar wird, es ist kein Zufall wo wir heute stehen.“ So Luise Neubauer, Fridays for Future.

Dieses Innehalten ist Voraussetzung dann für eine „Stunde der Erzähler“, was meint, aus der „Krise“ heraus Visionen zu entwickeln für ein gutes gemeinschaftliches Leben und nicht weiterzumachen wie vorher. Und Erzähler*innen für eine gute Zukunft sind nicht nur Kulturarbeiter*innen und Künstler*innen, sondern Lehrer*innen, Theolog*innen und Philosoph*innen, Eltern, Großeltern und Freunde - von Politiker*innen sollte man es sich wünschen und einfordern, denn wir erleben „eine Zeitenwende“ (Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier) – Hoffentlich.

Das TafelTheater wird sich in nächster Zeit wieder einmal treffen können, Erfahrungen und Empfindungen aus den letzten Monaten auszutauschen und die Texte anzuschauen, die Teilnehmer*innen dazu schon geschrieben haben. Der Landsommer in Arbste wird in kleinen Formaten stattfinden. Und Prof. Niko Paech wird sicher auch im nächsten Jahr noch ein wichtiger Gast sein. Während in der Nachbarschaft wieder ein neuer Maststall entsteht wird viel gewerkelt auf dem Hof von Land & Kunst in Arbste, ein Stück kostbare Natur zu erhalten, das ist auch Aufgabe des Vereins der im nächsten Jahr 20 Jahre besteht. - Gedanken, Vorschläge, Anregungen und Wünsche zu Kulturverständnis und -arbeit von Land & Kunst e.V. immer gern unter info@landundkunst.de

 


RÜCKBLICKE


Auch in diesem Jahr: Prof. Dr. Niko Paech: All you need is less

Zusammen mit Manfred Folkerts im Gespräch über eine Kultur des Genug aus ökonomischer und buddhistischer Sicht

Peter Henze hatte ihn schon im letzten Jahr sofort wieder eingeladen, er hatte es zugesagt und Wort gehalten: Prof. Dr. Niko Paech, Ökonom und Deutschlands wohl hervorstechendster Wachstumskritiker ist wieder zu Gast bei Land & Kunst e.V.. In Arbste ist das aufgrund der derzeitigen Hygieneanforderungen nicht möglich, aber am Freitag, den 4. September 2020 um 19 Uhr wird er zusammen mit seinem Co-Autor Manfred Folkers im Forum des Schulzentrums in Bruchhausen-Vilsen ihr neues Buch vorstellen: All you need is less. Der Untertitel des Buches ist gleichzeitig der Inhalt der Impulse beider und ihres Gespräches über „eine Kultur des Genug aus ökonomischer und buddhistischer Sicht“.

Als das Buch konzipiert wurde, sprach noch niemand von Corona. Angesichts der derzeitigen Situation erscheinen die Themen über die beide Autoren schon lange sprachen, uns überdeutlich vor Augen: Konsumwahn, Ressourcenverschwendung, Ausbeutung von Menschen, Tieren und Natur, Billiglebensmittel, Artensterben, soziale Ungerechtigkeit, ein längst eingetretener Klimawandel – die Menschen auf einem zerstörerischen Wachstumspfad.

Paech ist außerplanmäßiger Professor im Bereich Plurale Ökonomie an der Universität Siegen, Folkers ist Autor, von Thich Nhat Hanh ernannter Dharma-Lehrer und aktiv im Rat der Deutschen Buddhistischen Union. Beide arbeiten bereits lange zusammen im Rahmen von Agenda21-Aktivitäten in Oldenburg. Es scheint kein Zufall zu sein, daß sich hier zwei unterschiedliche Denk- und Wahrnehmungsweisen zum Gespräch treffen, ist doch die nüchterne Betrachtung dessen „was wir angerichtet haben“ ebenso wichtig für eine andere Lebenskultur der Genügsamkeit und Zufriedenheit wie ein tiefes Einverständnis mit anderen Werten, die wohl nur aus einem kulturellen, spirituellen Bereich kommen können.

Für Land & Kunst e.V. ist diese Veranstaltung nicht der Beginn eines neuen „Durchstartens“ oder „weiter so“. Im Gegenteil: es gehört zum Prozess des Innehaltens, auf den die Arbster Kulturleute so Wert legen. Auch insofern ist es ein besonderes Geschenk, dass diese beiden Experten in der SG Bruchhausen-Vilsen anwesend sein werden. Die Veranstaltung ist auch so etwas wie eine Übung der Achtsamkeit, wie wir mit uns und dem Leben rücksichtsvoll und wachsam umgehen. Deshalb bitte:

UNBEDINGT BEACHTEN: SPIELREGELN UND HYGIENEVORSCHRIFTEN
Begrenzte Teilnehmerzahl. Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung (Tel. 04253 92011 bzw. info@landundkunst.de mit Namen, Adresse, Tel. bzw. Mail) und Bestätigung durch den Veranstalter. Abstandsregeln (1,5 – 2 m), Mund- und Nasenschutz verpflichtend. Bei Krankheitssymptomen oder nach Rückkehr aus Risikogebieten derzeit keine Teilnahme zulässig. – Ein erfolgreicher und problemloser Verlauf der Veranstaltung ist für uns und andere Voraussetzungen für weitere Angebote.

 

In Corona-Zeiten Klima nicht vergessen
24.04.2020: Klima-Streik im Netz

Wenn ein bedächtiger Konservativer wie Wolfgang Schäuble sich in diesen Tagen fragt, „ob es damit zu tun hat, dass wir vieles übertrieben haben“ – dann sollten auch diejenigen unter uns hellhörig werden, die der Ansicht bisher waren, „es sei alles nicht so schlimm“. Und wenn die Tage der persönlichen oder nationalen Schuldzuweisungen vorbei sind werden wir möglicherweise erkennen, was Corona mit Globalisierung und Klimawandel und unserem räuberischen Konsumverhalten gegenüber diesem Planeten miteinander zu tun haben. Wir wollen und müssen diese Themen zusammendenken.

So unterstützen Land & Kunst e.V. und das Projekt TafelTheater in Bruchhausen-Vilsen auch am 24.04. den globalen Klima-Streik. Wir können nicht auf den Straßen streiken – aber dafür im Netz! Stellt Plakate in Eure Fenster, Aufkleber an Briefkästen, hängt Infos an Bäume, an die Haustür und überall hin … – und singt wo Ihr könnt, das Lied „Ich wünsche mir“ („Nach uns die Sintflut“), das uns der Kinderwaldchor Hannover und sein Leiter Unmada Manfred Kindel zur Weiterverbreitung überlassen hat. Hier auf der Seite sind Text als auch eine Datei mit dem Gesang des Kinderwaldchors zu finden.

Es gibt die Möglichkeit, den Streik im Netz am Freitag zu verfolgen, unter diesem Link:
https://fridaysforfuture.de/netzstreikfursklima/livestream/

Die Fridays schreiben: „Gerade sprechen viele von der Rückkehr zu einem ,Normalzustand‘ nach Corona. Für uns ist aber klar, was dieses ,normal‘ bedeutet: Hitzewellen, Überflutungen, extreme Wetterkatastrophen und das Überschreiten von zukunftsweisenden Kipppunkte – kurz: Es gibt kein ,normal‘! Gerade deshalb ist es so wichtig, auch in Zeiten von Corona die Klimakrise nicht aus den Augen zu verlieren. Unsere Zukunft ist weiterhin bedroht und wir dürfen nicht locker lassen. Denn jede Krise muss entsprechend behandelt werden und Maßnahmen und Wirtschaftshilfen für die Coronakrise dürfen auf keinen Fall auf Kosten des Klimaschutzes beschlossen werden.“

Handeln wir in unserem Alltag so, wie wir auf Demonstrationen reden. Und bleiben wir gesund in gutem KLIMA – bis wir und wieder sehen, treffen und gemeinsam singen … So bleiben wir uns im Abstand sehr nah.

Lied-Text und Noten „Nach uns die Sintflut“ (Unmada Manfred Kindel)

Den Song „Nach uns die Sintflut“ anhören >

 

Land & Kunst in Zeiten von Corona

Wie alle Kolleg*innen in sozialen, kulturellen und ökologischen Bildungseinrichtungen reagieren auch wir auf die aktuelle Situation und die Verfügungen der Behörden aus Kreis, Land & Bund. Alle unsere Angebote und Veranstaltungen bis zunächst zum 18.4.2020 sind abgesagt, das betrifft das Seminar „Stimme und Gesang“ mit Anne Heeg wie auch die Treffen des TafelTheaters und Veranstaltungen mit unseren Partnern (VHS, Kirchengemeinden und Samtgemeinde u.a., also auch „Waldbaden“, Gästeführungen usw.). Nach Ersatzterminen wird gesucht, über Planungen ab Mitte April und ggf. weitere Maßnahmen informieren wir zu gegebener Zeit.

Das Corona-Virus ist wohl kein „Krieg gegen das Leben“, wohl aber ein einschneidendes Ereignis gegen ein Leben wie wir es uns vorstellen, ein Leben voll Spaß und Konsum, ewiger Sicherheit und ewigen Wachstums auf Kosten des gesamten Planeten und all seiner Bewohner. Wohl sind wir aufgefordert in Solidarität und Zuwendung uns allen gegenüber alles zu tun bzw. zu lassen was uns möglich ist. Wohl ist aber auch zu erkennen, daß es keine absolute Sicherheit in unserem Handeln und Leben gibt.

Was die Klimakrise schon andeutete wird noch einmal eingefordert: unsere grundsätzliche Neubestimmung von „Leben“, die Aufforderung unseren unaufhaltsamen Raubbau, unsere egoistische Lebensweise infrage zu stellen, neu nach Sinn unseres Daseins zu fragen und anzuerkennen, daß wir nicht „die Krone der Schöpfung“ sind, sondern lediglich eines ihrer Lebewesens, eingebunden in alle Zusammenhänge der Natur.

Alle unsere Geschichten und Aktivitäten drehen sich seit langer Zeit um diese entscheidenden Fragen unserer Zeit. Wenn wir gerade jetzt vorerst die gewohnten Formen der so notwendigen kulturellen Bildungsarbeit – wie alle Kolleg*innen auch – einstellen müssen – wir nutzen die „stille Zeit“ aus dem vernachlässigten Innern heraus Antworten für ein gutes Leben zu finden, vielleicht die einzig wichtige Frage die sich in der Zeit unseres Erdendaseins stellt.

Mit vielen anderen zusammen verstreuen wir unsere herzlichen Wünsche in die Welt. Seid sorgsam aber nicht panisch. Seid aus der Ferne umarmt und alle herzlich gegrüßt

Vera & Peter Henze, Land & Kunst e.V. samt Team und Partner*innen

 

KLIMA WANDELN – 1 Thema – 3 Vorträge am 5., 12. und 19. Februar jeweils 20 Uhr im Gemeindehaus Martfeld

Gemeinsam mit der Volkshochschule Bruchhausen-Vilsen laden die Kirchengemeinden Martfeld und Schwarme zu drei Vorträgen zum aktuellen Thema „Klima wandeln“ ein – mittwochs im Februar im Gemeindehaus Martfeld. – Als Gäste sind Menschen eingeladen, die kompetent und erfahrungsreich über die Entwicklung des Klimas und die Zukunftsaussichten berichten und mit ihrer Arbeit Beiträge leisten, die Umwelt zu schützen und so Lebensraum für Mensch und Tier zu erhalten.

5.2.2020: „Klimawandel – (k)ein Grund zur Sorge?“ - Gast: Peter Lemke, Alfred-Wegener-Institut, Fachbereich, Klimawissenschaften.

12.2.2020: „Klimaneutrales Deutschland 2050“ – wie kommen wir dahin? – Gast: Swantje Fiedler, Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (Berlin)

19.2.2020: „Klima und gutes Leben“ – Gäste: Vera & Peter Henze, Hof Arbste, Land & Kunst e.V.
Nach zwei hochkarätigen Einführungen über die gegenwärtige Situation und die Pläne für Klimaneutralität werden Vera & Peter Henze über die Arbeit von Land & Kunst e.V. berichten, vom Klimanotstand wie er sich vor unseren Haustüren darstellt und von konkreten Möglichkeiten anders zu leben, zu wirtschaften und zu konsumieren. Abgerundet wird dieser Abend – an dem wie an allen Tagen reichlich Gelegenheit zum gemeinsamen Gespräch besteht – mit der These, daß hinter dem Klimawandel eigentlich die Aufforderung nach einem grundsätzlich gewandelten Lebensstil steht. Und die Sehnsucht nach einem (alten) neuen Zusammenleben mit der Natur und einer neuen dem entsprechenden Spiritualität.

Alle Veranstaltungen im Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde Martfeld, Alter Schulweg 2 (Eintritt frei)

 

Durchs ganze Jahr: Wald, Natur und Gedanken für ein gutes Leben … Waldführerschein, Waldbaden am Heiligenberg … (Alle Termine siehe oben)

Auch in diesem Jahr gibt es wieder den „Waldführerschein“ für Kids von 7 bis11 Jahren – vom 4. bis 8. August 2020 im Waldpädagogischen Zentrum Hahnhorst – mit dabei ist „Waldmarie“ Vera Henze. Ihre Einladung lautet: „Den Wald entdecken mit all seinen Geheimnissen: Es gibt große und kleine Tiere und ganz verschiedene Pflanzen und Bäume. Mit Riechen, Fühlen und auch Schmecken wirst Du den Wald von einer ganz anderen, spannenden Seite kennen lernen. – Fünf Tage im Wald mit Buden bauen, selbst über der Feuerstelle Essen kochen, sammeln, entdecken und viele tolle Sachen selber machen. – Am letzten Tag wirst Du Waldführer für Deine Eltern und Geschwister. Danach gibt es dann Deinen Waldführerschein:“ – Das Ganze ist ein Projekt der Niedersächsischen Landesforsten, mit denen wir weiter zusammen arbeiten. Weitere Informationen und Anmeldungen: WPZ Hahnhorst, Michael Knipping, fon 04277 9640135.

Fortgesetzt wird auch die Zusammenarbeit mit dem Tourismusbüro der SG Bruchhausen-Vilsen. Gästeführerin und Waldpädagogin Vera Henze lädt wieder zum „Waldbaden (Shinrin-Yoku) für Erwachsene“ auf den Heiligenberg. „Shinrin-Yoku“ stammt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie „Baden in der Waldluft“. Es ist viel mehr als „nur“ ein Spaziergang. Ein Bad im Wald senkt den Blutdruck, reguliert den Puls, reduziert Stresshormone und stärkt nachweislich unser Immunsystem. Ganz bewußt einzutauchen in den Wald mit seinen kleinen und großen Wundern ist es eine Einladung zu lauschen, zu riechen, zu sehen und zu schmecken und sich in Gelassenheit zu üben – mit Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen die Sinne zu öffnen und zur Ruhe zu finden. Im gemächlichen Schneckentempo etwa 1,5 km durch den Wald schlendern und die Natur im gegenwärtigen Moment genießen. Waldbaden ist für auf Anfrage auch für Gruppen möglich. Bitte festes Schuhwerk und der Witterung entsprechende Kleidung mitbringen – Termine obenstehend.

Anmeldungen über den Tourismus-Service Bruchhausen-Vilsen, fon 04252 930050.

 

Freitag, 29. November 2019: 14 Uhr (bis ca. 14.45 Uhr):
„Innehalten fürs Klima – Solidarität mit den FFF – Die Erde & Was wir tun können: wir leben unser Ändern“

Anfang Dezember treffen sich Politiker*innen aller UN-Staaten auf der Weltklimakonferenz, um die Einhaltung der internationalen Klimaziele zu überprüfen. Um endlich entscheidende Maßnahmen gegen den offensichtlichen Klimawandel einzufordern gehen wieder alle Generationen in die Öffentlichkeit. Weltweit wohl in über 2.000 Städten und in Deutschland allein bei über 500 angekündigten Demonstrationen und Aktionen demonstrieren inzwischen Menschen aller Generationen für entschiedene Maßnahmen gegen eine Klimakatastrophe und für einen grundsätzlichen Wandel unserer Lebensweise. Da nicht nur der Regenwald in Brasilien vernichtet wird, Tiere weltweit aussterben und die Gletscher schmelzen, sondern auch im ländlichen Raum nach den Fichten inzwischen die Buchen sterben und die Böden nitratverseucht sind kommt der Widerstand gegen gewinn- und konsumorientiertes Handeln (endlich) auch im ländlichen Raum an.

Das TafelTheater Bruchhausen-Vilsen, eng verbunden mit der Syker Tafel, unterstützt erneut diese Bewegung. Da am Freitag, den 29.11.2019 in Bruchhaussen-Vilsen der Weihnachtsmarkt aufgebaut wird, findet an diesem Tag um 14.00 Uhr eine Veranstaltung in der St. Cyriakus-Kirche in Vilsen statt, für die die Kirchengemeinde dankenswerterweise die Kirche öffnet. Es ist eine Einladung zu einem überkirchlichen, überkonfessionellen Aufruf zur Rettung des bedrohten Planeten und gegen eine überbordende Konsumkultur – an Menschen aller Generationen, mit und ohne Verbindung zu Glaubensgemeinschaften und Parteien. Örtliche Musiker beteiligen sich unter dem Motto: „Innehalten fürs Klima – Die Erde & Was wir tun können: Leben ändern und Ändern leben“. Verantwortlich zeichnet der TafelTheater-Projektträger Land & Kunst e.V.

Gern weisen wir – passend zum Thema Nachhaltigkeit – daraufhin, daß im Bioladen Bruchhausen-Vilsen, Am Bahnhof 1, am gleichen Tag ab 11 Uhr ein Vertreter der Gesellschaft für gesegelten Kaffee mbH (www.slokoffie.de & www.bioladen.de/bioladen-bruchhausen-vilsen/) eine Ladung klimafreundlich hergestellten und per Segelschiff transportierten Kaffee verköstigen wird. – Eine gute Stärkung vor der nachmittäglichen Aktion.

 

Freitag, 13. Dezember 2019: 18 Uhr: TafelTheater lädt zum „Lebendigen Adventskalender“ ins Gemeindehaus Vilsen Am Hohen Kamp 5

Täglich außer an den Sonntagen öffnet sich in der Adventszeit immer um 18.00 Uhr ein Türchen bei Familien, Gruppen und Vereinen aus unseren Gemeinden. Für jeweils etwa eine Viertel- oder halbes Stündchen können wir uns an den Adventstagen überraschen lassen, was die Menschen aus den Gemeinden vorbereitet haben. Das TafelTheater lädt ein zum 13.12.2019 um 18 Uhr ins Gemeindehaus Vilsen – eine kleine Geschichte, Musik und Kekse erwarten Euch zu ein paar stillen Minuten im Vorweihnachtstrubel.

 

Dies und Das und Weiteres …

Winterzeit ist auch Zeit an Holz für die nächsten Winter zu denken. Wir haben aus unserem Wald (leider war es notwendig …) noch „eine Menge Brennholz“ – so gilt weiterhin: frisch zum Abholen und zur Weiterverarbeitung …

 

Anne Heeg noch einmal im Herbst 2019 zu Gast

„Insider“ wissen es ja wie begehrt die Plätze bei den Seminaren von Anne Heeg sind. Gern antworten wir auf die Nachfrage und so wird Anne Heeg im Herbst dieses Jahres noch einmal zu Gast sein. Die Sängerin und Stimmlehrerin aus Hamburg beendet mit ihrem Seminar am Wochenende 25.–27. Oktober 2019 das diesjährige Programm auf dem Hof in Arbste. Sie lädt ein zu Bewegung und intensiver Stimmarbeit. „Singen bedeutet für jeden Menschen die Möglichkeit, alle Farben seiner selbst zu erleben und zum Ausdruck zu bringen. Lassen wir uns überraschen durch unsere eigene Stimme. - Die Stimm- und Bewegungsarbeit in der Tradition von Alfred Wolfsohn und Roy Hart beinhaltet das Vertrautwerden mit der eigenen Stimme, ihre Erweiterung und Befreiung, ergänzt durch Atem- und Körperübungen. Altbekannte Räume werden besungen und erobert – in Liedern, Improvisationen, in Einzel- und Gruppenarbeit“, so beschreibt sie ihre Arbeit im Einladungstext.

 

Donnerstag, 27.09.2018 und Freitag, 28.09.2018, jeweils 19.30 Uhr:
LANDSOMMER 2018 – Peter Henze: „… für ein gutes Leben …“ –
Impuls und Gespräche

Angesichts bedrohter Natur und rau gewordenem menschlichen Zusammenleben widmet sich der diesjährige „LANDSOMMER“ einem neuen Gedanken, denn: Wie wir leben, was wir essen, wie wir die Natur, die Tiere und schließlich wie wir Menschen die auf der Flucht sind vor Not und Tod – all das ist eine Frage der Kultur. Und wie sich zukünftig das Leben – vor allem auch im ländlichen Raum – gestalten soll, natürlich auch. So geht es um Alles wenn es um die Frage nach einem guten Leben in dieser Zeit geht. Mit diesem Rahmengedanken lädt der Verein Land & Kunst e.V. in Arbste zum diesjährigen LANDSOMMER 2018 ein. „Für ein gutes Leben“ lautet das Thema. Denn vielfältiger Katastrophenmeldungen zum Trotz bauen Menschen an vielen Orten der Welt an einer guten Zukunft, für ein gutes Leben.

Mit zwei berührenden Abenden begann der LANDSOMMER 2018 in Arbste: Zunächst mit der ökologischen Vision von Prinz Charles, mit wunderbaren und klaren Worten verdeutlicht im Film DER BAUER UND SEIN PRINZ, dann schließlich mit der musikalischen Erzählung DIE WENDLÄNDISCHE KONFERENZ DER TIERE von und mit Majanne Behrens. Land & Kunst hat angekündigt, mit diesen Sommer-Veranstaltungen, „schärfer, deutlicher, politischer“ zu werden, was bedeutet: Stellung zu beziehen zu aktuellen Problemen – auch besonders in unserem ländlichen Raum – und gleichzeitig freundlich und offen einzuladen zu einem Gespräch FÜR EIN GUTES LEBEN. Unter diesem Titel setzt Peter Henze die Reihe an zwei Tagen (gleiches Thema) fort: Gibt es ein „gutes Leben“ in einer Welt, die aus den Fugen scheint? Wie leben wir in einer Welt des Klimawandels, wie reagieren wir auf Gefahren für die Demokratie, Ängste und Hoffnungen, Menschen auf der Flucht und natürlich: Essen und Tierhaltung, bäuerliche Landwirtschaft und das Leben auf dem Land. Henze zeigt auf, dass alles zusammenhängt und das alles zusammen gedacht und angeschaut werden muss. Und zusammen mit seinen Partnern von Land & Kunst e.V. lädt er ein zu Gesprächen im Anschluss an seine Überlegungen, Begegnung und Gedankenaustausch statt Fake News und Internet-Beleidigungen, Zuhören statt Grabenkämpfen, freundlich, deutlich, leidenschaftlich.

Nach Wetterlage findet die Veranstaltung im Backhaus statt – dort gibt es eine begrenzte Anzahl von Plätzen. So bitten wir um telefonische Vorbestellungen.

Um Eintritts-Spende für Impulsvortrag und Gespräch wird gebeten.

 

LANDSOMMER 2018: Vier Veranstaltungen …
„für ein gutes Leben …“ – August & September 2018

Angesichts bedrohter Natur und rau gewordenem menschlichen Zusammenleben widmet sich der diesjährige „LANDSOMMER“ einem neuen Gedanken, denn: Wie wir leben, was wir essen, wie wir die Natur, die Tiere und schließlich wie wir Menschen die auf der Flucht sind vor Not und Tod – all das ist eine Frage der Kultur. Und wie sich zukünftig das Leben – vor allem auch im ländlichen Raum – gestalten soll, natürlich auch. So geht es um Alles wenn es um die Frage nach einem guten Leben in dieser Zeit geht. Mit diesem Rahmengedanken lädt der Verein Land & Kunst e.V. in Arbste zum diesjährigen LANDSOMMER 2018 ein. „Für ein gutes Leben“ lautet das Thema. Denn vielfältiger Katastrophenmeldungen zum Trotz bauen Menschen an vielen Orten der Welt an einer guten Zukunft, für ein gutes Leben. – Eine musikalische Erzählung und ein Film berichten von diesen Mut machenden Gedanken und Initiativen – und Impulse und Gespräche schließen dann diese Reihe in diesem Jahr ab. – Alle Veranstaltungen auf dem Hof in Arbste – dem Wetter angemessene Kleidung bitte – offene Waldscheune – Eintritt ist frei, Land & Kunst e.V. bittet indes um eine angemessene Spende für seine Kulturarbeit.

Die Veranstaltungen in der Übersicht:

17.08.2018 Landsommer 2018: 19.30 Uhr Filmabend: „Der Bauer und sein Prinz“

19.08.2018 Landsommer 2018: 19.00 Uhr Majanne Behrens mit „Die wendländische Konferenz der Tiere“

27.09.2018 & 28.09.2018, jeweils 19.30: Landsommer 2018: Peter Henze: „für ein gutes Leben“ – Impuls und Gespräch

 

Freitag, 17. August 2018, 19.30 Uhr: Landsommer 2018:
„Der Bauer und sein Prinz“ – Die ökologische Vision des „grünen Prinzen“ Charles – ein Film von Bertram Verhaag

Nein, persönlich kommt HRH Charles, Prince of Wales nicht, aber sehr präsent erscheint er im Film „DER BAUER UND SEIN PRINZ“, den es am Freitag, den 17.8. um 19.30 Uhr auf dem Hof in Arbste zu sehen gibt. Er zeigt einen Prinzen, der die Vision hat, die Welt ökologisch zu ernähren und die geschundene Natur zu heilen. Seit über 30 Jahren verfolgt er dieses Ziel zusammen mit seinem charismatischen Farmmanager David Wilson auf seine „Ducht Home Farm“. Anfangs belächelt als der „grüne Prinz“ und argwöhnisch beobachtet vor allem vom königlichen englischen Presseoffice angesichts der Umstellung auf ökologische Landwirtschaft ist seine Farm inzwischen begehrtes Reiseziel vieler Fachleute aus aller Welt, die sich für sein erfolgreiches Experiment interessieren. Ein mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichneter Film von Bertram Verhaag, der Prince Charles und die ökologische Landwirtschaft in neuem Licht erscheinen lässt. Ein Film der – ohne weitere Begründung – immer noch in England nicht gezeigt werden kann. Aber eben in Arbste. – Anschließendes Gespräch gerne gewünscht.

Zitat Prinz Charles: „Man muss der Natur etwas zurückgeben. Heutzutage geben wir nichts zurück – wir nehmen nur.“ – Siehe auch: www.derbauerundseinprinz.de

 

Sonntag, 19. August 2018, 19 Uhr: Landsommer 2018:
„Die wendländische Konferenz der Tiere“ –
Musikalisches Erzähltheater mit Majanne Behrens

Sie ist wieder da: Majanne Behrens, die freche Landperle mit ihrem Akkordeon – lange wohnte und arbeitete sie hier in unserem Landkreis bis sie sich mit ihrem Partner aufmachte in das kreative Wendland, schrieb weiter Liebesgeschichten und -lieder für Land, Natur und Menschen – eben für das pralle Leben. Und schaffte Neues: „Die wendländische Konferenz der Tiere“ – ein musikalisches Erzähltheater für das zwei Geschichten Pate gestanden haben: Die Bremer Stadtmusikanten (Gebrüder Grimm) und Die Konferenz der Tiere (Erich Kästner). Und wenn dann jetzt die autonome Ziege Petita Fleur und ihre ungebremste Neugierde, Androsch die Fledermaus, die in der Stille der Nacht mit den Bäumen spricht, die multikulturelle Überfliegerin Störchin Absah–Date und schließlich der Landschaftsarchitekt und Philosoph Fjodor der Biber sich zur Konferenz treffen ist das nicht nur ein großer komödiantischer musikalischer Spaß, sondern ein ernstes, leidenschaftliches Plädoyer für fantasievolles Engagement und das Leben auf dem Land, seine schützenswerte Natur und die bäuerliche Landwirtschaft. Es geht um innere Freiheit, den Klimaschutz und gegen das Elend der Welt, erzählt, gespielt und gesungen von der Kulturpreisträgerin des LK Diepholz, denn sie verkörpert alle diese neue Helden der Provinz. - Ein heiteres, freches und liebevolles 70 Minuten-Programm für Erwachsene, gern auch in Begleitung ihrer Jugendlichen ….

Zitat Majanne Behrens: „Es ist Zeit eine neue Konferenz der Tiere einzuberufen – Zeit für einen neuen Aufbruch.“ – Siehe auch: www.provinzballaden.de

 

Ehrentag für die Natur – Waldspaziergang und Erdfest
am 23. Juni 2018 auf dem Hof in Arbste

Dem aktuellen Schwerpunktthema „Natur, Nachhaltigkeit, Zukunft“ entsprechend hat sich Land & Kunst e.V. der Initiative Erdfest (www.erdfest.org) angeschlossen. „Dem Lebendigen Lebendigkeit zurück schenken – bewusst sein. Eine Antwort geben auf den Zustand der Welt“ so lautet das Credo dieses Tages, der zukünftig zu den Tagen der Sommersonnenwende begangen werden soll. So machte sich „Waldmarie“ Vera Henze – in Zusammenarbeit mit dem Tourismusbüro Bruchhausen-Vilsen und den Niedersächsischen Landesforsten – im Juni mit einer Gruppe Interessierter auf zu einem Spaziergang durch den Arbster Wald. Lauschen und Schauen, den Wald neu sehen, erfahren, ungewöhnliche Perspektiven und Neues erfahren. Und ein kleines Erdfest schloß sich an mit gemeinsamen Essen, Texten und Austausch vieler Gedanken: erfassen wir, was der Boden, die Erde für uns und unser Leben bedeuten? – „Vielleicht ist das überhebliche Heraustreten des Menschen aus der Natur eine der größten Verirrungen menschlicher Entwicklung“ so eine Ansicht, kontrapunktiert von alten Indianer-Klängen „Jeder Teil dieser Erde ist unserem Volk heilig“ – Die Einladung zu einem Erdtag soll es auch im nächsten Jahr geben, ein neuer Impuls aus Arbste, der ökologische und kulturelle Aspekte vereint. Eine Ehrerbietung an das was uns trägt und nährt – ohne ideologische Enge, vielmehr verbindend über Kulturen, Religionen und Philosophien hinaus.

Ebenfalls zu diesen Themen reichlich unterwegs waren die Waldpädagoginnen Waldmarie Vera Henze mit Kolleginnen: In Zusammenarbeit mit den Nieders. Landesforsten gab es Informationen und reichlich Spielgelegenheiten auf dem Rosenfest am Heiligenberg und während des diesjährigen Projekts „Waldführerschein“ für 21 Kinder im WPZ Hahnhorst. – Im Arbster Wald wird es in den Herbstferien wieder WaldKinderTage geben.

 


Am 12.11.2017 noch einmal in der Christuskirche in Harpstedt:
20 Seelsorger*innen des Kirchenkreises Syke-Hoya zeigen:
„Luthers Erben spielen Luthers Erben“

Luther-Fieber auch im Kirchenkreis Syke-Hoya? Wenn man so will … jedenfalls gibt es angesichts der unzähligen Luther-Veranstaltungen im ganzen Lande in unserer Region etwas ganz Besonderes: 20 Seelsorger*innen aus dem gesamten Kirchkreis treten einmal nicht auf die Kanzel, sondern verwandeln die Kirche in eine große Bühne. – Peter Henze hat für sie ein Stück geschrieben mit dem Titel „Luthers Erben spielen Luthers Erben“. – Der Titel trifft die Sache. Die Pastoren, Pastorinnen, Krankenhaus- und Altenseelsorger stehen in Luthers Erbe. Und nun spielen sie in einem Stück Luthers Erben … ein Stück sich selbst und gleichzeitig auch historische wie erdachte Figuren.

Er ist ja kein einfacher Held, der große Reformator Dr. Martin Luther. Das ahnen oder wissen wir. Mutig, furchtlos, unbeirrbar – sich berufend fühlend als Gottes Prophet der Erneuerung der Kirche, bot er Papst und Kaiser die Stirn. Ein leidenschaftlicher Redner vor seinem Herrn erfand er die deutsche Sprache neu, brachte die alten Schriften verständlich unter die einfachen Leute, denen er schon kräftig „aufs Maul geschaut“ hatte.

Voll von Weisheit und Klarheit kämpfte er um den „gnädigen Gott“, um sein Seelenheil nach dem Tode nicht Hölle und Verderbnis anheim zu fallen, der größten Angst seiner Zeit. Und in diesem Kampf mit Teufel und dunklen Mächten geriet er denn doch in gefährliche Sichten auf Menschen, die ihm nicht folgen wollten oder konnten. Aus der Intention die Juden zum Christentum einzuladen wurde unübersehbarer Hass ebenso wie auf Muslime und andere – den Bauern, die in ihrer bedrängten Lage durch seine Worte Mut schöpften, versagte er – jetzt der gehorsame Untertan – schließlich seinen Beistand und die Frauen waren ihm immer schon zu vielem nütze, nicht aber für die Kanzel.

Wie bei allen großen Gestalten der Geschichte ist nicht ganz klar, was wirklich geschah, was erfunden und erdichtet, was der Selbstvergewisserung diente. Mächtigen, nicht zuletzt im Nationalsozialismus, diente einiges seiner radikalen und gewalttätigen Worte zur Legitimierung ihres Tuns. Viele Luther zugeschriebene und belegte Worte erfüllten heute den Strafbestand der Verleumdung und Volksverhetzung vor unseren Gerichten.

„Sich an ein Luther-Stück zu wagen setzt Kühnheit voraus“, sagt der große Dieter Wedel, der gerade in Bad Hersfeld eine Aufführung vorgestellt hat. – Peter Henze hat es, zusammen mit seinen Spieler*innen, auch gewagt. Das Spiel beginnt mit den Vorbereitungen für ein „Fest für Luther“, die sich gestalten zu einem leidenschaftlichem Diskurs der heutigen „Lutheraner*Innen“ (!), um den Umgang mit ihrem schwierigen Erbe. Mit Witz, Ironie und Heiterkeit und dennoch kräftigen Worten, laut und berührend gleichzeitig, offenbart sich eine evangelische Streitkultur – nicht mehr um den „gnädigen Gott“ sondern vielmehr um eine neue Sehnsucht nach Gott in einer manchmal verloren zu scheinender Welt. Und der Frage natürlich: was würde er heute sagen, oder vielmehr: was müßten wir sagen heute, Luthers Enkel in unserer Zeit? Vielleicht brauchen wir ja eine (neue) Reformation? – In Gemeinschaft mit großen Theologen wie Dorothee Sölle, Eugen Drewermann vertraut auch der Autor Peter Henze auf die Kraft der Poesie, des Theaters und des Erzählens, wenn es sich um nichts Geringeres als um „Gott und die Welt“ dreht.

Um das Stück herum findet das Kirchenkreisfest in Vilsen statt, mit vielen Gelegenheiten sich anzuschauen, zu freuen und sich auszutauschen. – Für die Kinder gibt es während der Aufführung ein besonderes Programm, denn Martin Luther, das ist denn doch erst mal etwas nur für die „großen Erwachsenen“). Und noch etwas: wie auch zu Luther Zeit gibt es keine Mikrophone … diejenigen der Besucher die grade etwas schlecht hören sollten vordere Plätze erhaschen, aber auch weiter hinten wird man Sinn und Gehalt des Stückes erleben können. Ach ja, mit dabei ist natürlich auch Kantor Dietrich Wimmer.

Neben der Aufführung am 19.8. gibt es eine weitere in Harpstedt: am 12.11.2017 in der dortigen Christuskirche.

LUTHERS ERBEN spielen LUTHERS ERBEN ist weiterhin zu sehen unter: https://www.youtube.com/watch?v=Q5c1aWZ0uhU

 


Sonntag, 10.09.2017, 14–18 Uhr: Tag des Offenen Denkmals:
Neue Wohnmodelle und Lebensformen

Neue Formen des Wohnens, des gemeinsamen Lebens und des Wirtschaftens braucht das Land. Eben: vor allem der ländliche Raum. Statt neu zu bauen helfen Modelle zur Umnutzung alter Bausubstanz ländliche Strukturen zu erhalten und gleichzeitig zukunftsfähig zu machen. Konzepte für ein „gutes Leben“, die sich orientieren an dem was die Menschen wirklich brauchen statt einfach „immer mehr“, „immer besser“, „immer billiger“ zu wollen. – Menschen im ländlichen Raum sind immer noch „etwas näher am Leben“ – so lautet einer der Wahlsprüche des Vereins Land & Kunst e.V. auf dem Hof in Arbste. - Den Bewohnern des Hofes und dem Verein ist der Tag des Offenen Denkmals 2017 wieder einmal Anlaß, mit Besuchern über diesen Themenkreis ins Gespräch zu kommen.

Selbstverständlich wird es Führungen auf dem Hof geben, Berichte von dem was war und was erhalten und restauriert wurde, ebenso aber auch Pläne für die Zukunft. Anhand von Konzepten, Gedanken und Entwürfen ist Gelegenheit sich auszutauschen, wie am Beispiel dieses Ortes alte denkmalgeschützte Bausubstanz erhalten werden kann und wie die kulturelle und ökologische Arbeit des Vereins fortgeführt werden kann. Und das Thema „Wohnen in einem Mehrgenerationenprojekt“ steht dabei ganz oben.

Informationen gibt es über die Deutscher Stiftung Denkmalschutz, die JugendBauhütten, das Netzwerk Baukultur Niedersachsen und die IG Bauernhaus. Die Anreise nach Arbste kann auch bequem mit der Museumseisenbahn erfolgen, die Haltestelle befindet sich direkt an der B6 vor dem Hof, der „als die Kulturlandschaft prägend“ nach BauGB geschützt ist und drei Denkmale enthält. – Fürs leibliche Wohl gibt es Kaffee und Kuchen – und Bratwurst vom Grill – natürlich aus guter Tierhaltung. Und dazu feine Musik. Der Eintritt an diesem Tag ist wie immer frei – indes: zum Erhalt des Hofes – und damit für ein Angebot ökologischer und kultureller Bildungsarbeit für alle Bürger*innen – bittet der Verein Land & Kunst e.V. um großherzige Spenden. – Geöffnet ist wie immer auch der HofKammerLaden der Spinnenden Dorfweiber, erste Gelegenheit wieder Ausschau zu halten nach kleinen Weihnachtsgeschenken …

 


Kulturpicknick mit Unmada Manfred Kindel in Arbste

Sie waren schon zu hören überall in Deutschland: bei Kirchenfesten, bei der Buchmesse und der UN-Naturschutzkonferenz in Bonn: Der Kinderwaldchor Hannover unter der Leitung des Liedermachers Unmada Manfred Kindel. Nun sind sie zu Gast in Arbste. Am Sonntag, den 11.6.2017 zwischen 14 und 18 Uhr sind viele Kinder mit ihren Eltern und natürlich ihrem Chorleiter und der Band auf dem Hof von Land & Kunst e.V. „Singen, tanzen und musizieren für eine l(i)ebenswerte Zukunft“ so heißt ihre Programmankündigung – mit ihren Liedern vom sorgsamen Umgang mit Natur und Umwelt und für ein gutes Leben passen sie genau zu den Intentionen der Kulturabeit in Arbste. Ihr Lied „Hinter uns die Berge“ erhielt 2003 schon den begehrten Kinderliederpreis der Nürnberger Nachrichten - und dieses Lied ist neben vielen anderen bekannt und geliebt in unzähligen Schulen und Kindergärten. Kinder sind an diesem Tag besonders angesprochen, den für sie gibt es zwischen dem musikalischen Programm auch besondere Aktionen und Spiele die sich alle um das Thema „Wald“ drehen. Waldmarie Vera Henze und ihre ebenso zertifizierten Waldpädagoginnen Franziska Trantow und Angelika Gremm laden aber ebenso Eltern und Großeltern ein – ein Tag also für Große und Kleine. Zudem gibt es einen Informationsstand des Waldpädagogikzentrums Hahnhorst. – Picknickkörbe können gerne mitgebracht werden, aber auch für Getränke, Kuchen und herzhafte Bratwürste ist gesorgt. Aufgrund der Förderung durch den Landschaftsverband Weser-Hunte e.V. und die avacon ist der Eintritt kostenlos – allerdings wird sehr herzlich um Eintritts-Spenden gebeten, für Pflege von Wald und Hof und die umfassende Kulturarbeit. – Und am besten eignet sich die Museumseisenbahn zu Anreise, denn die Haltestelle Arbste befindet sich direkt in der Nähe des Hofes.

 


Frauenpower für den Arbster Wald

Der neue Schwerpunkt ist schon lange nicht mehr neu: es ist bekannt, daß in Arbste neben einem reichhaltigen Kulturangebot immer häufiger Gelegenheit ist, den Lebensraum Wald kennenzulernen, zu genießen und viel zu erfahren über seine ökologische Bedeutung für die Welt von heute und morgen. In vielerlei unterschiedlichen Formen für alle Altersgruppen, mit und ohne handicap, angeboten von „Waldmarie“ Vera Henze, oft in Zusammenarbeit mit Land & Kunst e.V. oder den Niedersächsischen Landesforsten. Geballte Frauenpower und -präsenz gibt es jetzt in diesem Jahr im Arbster Wald: Fünf Frauen bilden das Team für alle Angebote, die mit den Kinderwaldtagen in den Osterferien am 10. Und 11. 4. 2017 beginnen. Freie Plätze für Kurzentschlossene gibt es noch. Alle weiteren Termine, auch die Walderlebnisführungen der „Waldmarie“, finden sich dann immer aktuell auf dieser Seite.

Frauenpower für den Arbster WaldAuf dem Foto – von links: „Waldmarie“ Vera Henze, zertif. Waldpädagogin ebenso wie Franziska Trantow und Angelika Gremm, Manuela Halweg (zertif. Tagesmutter) und neben Hofhund Willi Ines Bormann (Erzieherin). Kurzfristige Anmeldungen und Informationen für die Osterferien unter 02453 92011.

 

 

 

 


Vision aus Arbste für den ländlichen Raum –
Zukunftsforum Niedersachsen empfiehlt der Landesregierung modellhafte Ideen aus Arbste

Große Aufmerksamkeit für die Initiative „Zukunft ländlicher Raum – Neues Leben für alte Höfe“ aus Arbste. Das Zukunftsforum Niedersachsen empfiehlt sie der Nieders. Landesregierung als wegweisendes, qualitativ hochwertiges Projekt für die Gestaltung des ländlichen Raums.

Der Ministerpräsident hatte geladen zum 3. Demografiekongreß unter dem Titel „Zukunft vor Ort gemeinsam gestalten“. Rund 140 Experten und Expertinnen hatten im vergangenen Jahr im Auftrag des von der Landesregierung eingesetzten Demografiebeirats, des „Zukunftsforums Niedersachsen“, Handlungsempfehlungen erarbeitet, die der Vorsitzende Prof. Axel Priebs im HCC in Hannover kürzlich in Anwesenheit von über 300 geladenen Gästen aus der gesamten Republik Stephan Weil übergab. Thema dieses zweiten Arbeitszyklus des Forums lautete „Starke Städte und lebendige Dörfer in den ländlichen Räumen".

In den Empfehlungen findet sich auch ein Projekt des Hofes Arbste 7 und seines Vereins Land & Kunst e.V. unter dem Titel „Zukunft ländlicher Raum – neues Leben für alte Höfe“. Seit längerer Zeit schon entwickeln die Arbster Kulturarbeiter*innen ihre Ideen – konkret am Beispiel ihres Hofes und gleichzeitig modellhaft für den niedersächsischen ländlichen Raum. – In einem der drei Fachforen stellte Peter Henze, der seit zwei Jahren in den Expertengremien für den Demografiebeirat vertreten ist, die Grundgedanken vor: Ausgehend von Erhalt und Umnutzung alter Bausubstanz Identität bildende sozial-kulturelle Orte für den ländlichen Raum zu schaffen die der Öffentlichkeit zugängliche kulturelle und ökologische Bildungsarbeit sowie einen Netz-bildenden „soziokulturellen Knotenpunkt“ bieten – eingebunden in ein Gesamtkonzept mit dörflichem Begegnungszentrum und inklusivem Mehrgenerationswohnen.

Auf dem gleichzeitig in Hannover stattgefundenen „Markt der Möglichkeiten“ stellten neben Vera und Peter Henze die Architektin Bettina Goedecke und Architekturstudent*innen der Leibniz-Universität Hannover die Kulturarbeit des Vereins sowie konkrete Zukunftspläne vor die in den Monaten zuvor bei Fachgesprächen in Arbste entstanden waren und bereits zum Tag des Offenen Denkmals in Arbste vorgestellt wurden. - Unter den Besuchern am außenordentlich frequentierten Informationsstand während des Forums fanden sich auch Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann und der derzeitigen Vorsitzende des Landschaftsverbandes Weser-Hunte e.V., Landrat Detlev Kohlmeier aus Nienburg ein.

In den Empfehlungen des Demografiebeirats heißt es: „Das Zukunftsforum empfiehlt der Landesregierung, Fördermöglichkeiten für die Realisierung des genannten Vorhabens als Modellprojekt für den ländlichen Raum und für weitere Projekte dieser Art zu prüfen. Außerdem soll das bisherige Engagement der Initiatorinnen und Initiatoren hinsichtlich weit verstandener Kulturarbeit durch die Anregung eines Programms „Kulturarbeiter*Innen für den ländlichen Raum“ und auch die geplanten weiteren Vorhaben unterstützt werden.“

Land & Kunst e.V. wird in den nächsten Monaten in weiteren Gesprächen vor Ort und in der Region die Umsetzungsmöglichkeiten erörtern. Mit der Realisierung entwickelter Pläne erhielten die Samtgemeinde, der Landkreis und die Region ein weit ausstrahlendes kulturelles Zentrum, zum Nutzen für die Bürger*innen wie auch für Gäste. So lautet denn nach eineinhalb Jahrzehnten kulturellem Wirken das Motto für das nächste Jahr in Arbste: 15+.

„Ein echtes Niedersachsen-Projekt“ nannte es eine Besucherin – so sahen es wohl auch die Mitglieder des „Zukunftsforums“, die mit in der Begründung ihrer Empfehlung die hohe Qualität der Arbster Kulturarbeit auszeichneten und gleichzeitig die Notwendigkeit betonten, diese zu festigen. – Die landesweit gesammelten Handlungsempfehlungen des Zukunftsforums und Impressionen des Kongresses finden Sie auf der Website der Landesregierung unter www.stk.niedersachsen.de/download/111945. Das Arbster Projekt trägt die Nr. 80 auf Seite 184.

Weitere Informationen über den Hof in Arbste gibt es auch im Holznagel der IG Bauernhaus unter Asendorf – Neues Leben für einen alten Hof.

 


Tafeltheater bezaubert Berlin

Die Hauptpreise des diesjährigen BKM-Preises Kulturelle Bildung gingen an die Kunsthalle Hamburg, an das Institut für Bildung und Kultur Remscheid e.V. sowie an das Theater Lindenhof Melchingen. Unser Glückwunsch geht an wunderschöne Projekte unserer KollegInnen. Gleichzeitig bezauberte das TafelTheater aus Bruchhausen-Vilsen die Besucher auf Schloß Genshagen in der Nähe von Berlin. Ausnahmslos begeistert, bewegt und berührt waren die Besucher über die Präsentation des TafelTheaters, das die die Herzen der Zuschauer gewann, die im Schloßpark die nominierten Projekte besuchten.

Sieben Mitglieder aus der SG Bruchhausen-Vilsen erhielten aus der Hand der Staatsministerin Prof. Monika Grütters die Urkunde für die Nominierung der zehn bemerkenswertesten Projekte der Kulturellen Bildung aus ganz Deutschland.

„Wir haben bei Euch gesehen, worum es geht bei kultureller Bildung: Einfachheit, Ehrlichkeit, Nähe zu den Menschen – mit Spielfreude und Fantasie“ so faßten viele Kollegen, Politiker, Kulturwissenschaftler und Journalisten ihre Eindrücke zusammen. Die zwei Tage des Symposiums „Kunst der Vermittlung – Vermittlung der Kunst“ auf Schloß Genshagen waren geprägt von Kollegialität und Freundschaft unter allen Akteuren. Die Vielfalt ihrer Projekte weist auf die Breite innerhalb der kulturellen Bildung.

Die Staatsministerin betonte: „Die Nominierung ist der Ritterschlag für alle zehn Projekte“. Für den Projektträger Land & Kunst e.V. aus Arbste bedeutet diese Auszeichnung eine Bestätigung seiner Kulturarbeit im ländlichen Raum. „Wir arbeiten weiter mit allen unseren Partnern und erwarten auch weiterhin angemessene Finanzierungen für dieses immer noch einmalige Projekt in Deutschland.“ erklärten Peter Henze und Vera Briewig. Aufgrund vieler Anfragen denken die Arbster Kulturarbeiter an eine Handreichung für andere Tafeln zum Einrichten solcher Projekte, denn dieses Interesse wurde inzwischen vielfach geäußert. Das zweckgebundene Preisgeld für die Nominierung in Höhe von 5.000 € wird für weitere kulturelle Projekte verwendet.

Das Signal von Land & Kunst in Richtung Politik – sowohl in Richtung Region und Land - wird deutlich: Es geht um die Sicherung der Kulturarbeit in unserem Landkreis, um Erhalt und Ausbau des Netzwerks, was in nunmehr über einem Jahrzehnt aufgebaut worden ist: von Arbste und KollegInnen wie etwa der „Kranichschreie - Sinnstiftung und kreatives Handeln in Klein-Ringmar“ (Bassum) – beide Orte sind mittlerweile überregional und bundesweit bekannt. Gelegenheit für Politiker, sich zu äußern – kulturelle Bildung entscheidet die Zukunft – auch im ländlichen Raum.

 


Auszeichnung und Förderpreis für Land & Kunst e.V. in Arbste

Nach der Nominierung für den Innovationspreis Soziokultur 2011 für das Projekt Tafeltheater – Futter für die Seele erhielt Land & Kunst e.V. in den letzten Wochen zwei weitere Auszeichnungen für seine Arbeit: den Förderpreis „SozioK – Zukunft gestalten mit Soziokultur“ der Stiftung Niedersachsen und eine Nominierung für den Preis „Zuhause hat Zukunft“.

SozioK – Ministerin zeichnet Gewinner aus

„Zukunft gestalten mit Soziokultur“ so lautete auch die Ausschreibung des Programms der Stiftung Niedersachsen, seit 1986 verantwortlich als niedersächsische Landesstiftung für Kunst, Kultur, Bildung und Wissenschaft. Gesucht wurden Projekte, „die Modellcharakter haben, ein aktuelles gesellschaftlich relevantes Thema behandeln, Vernetzung fördern und/oder neue Praxisformen in der Soziokultur erproben – Projekte, die kulturelle Teilhabe vieler Menschen ermöglichen, neue Zugänge zu Kunst und Kultur eröffnen sowie ein kulturelles Selbstbewusstsein schaffen und die eine längerristige Verankerung vor Ort versprechen.“

Fünf Projekte hat die Stiftung Niedersachsen nun ausgewählt – und zu den Preisträgern gehört Land & Kunst e.V. mit seinem Projektentwurf „Leben leben … mit und ohne … Krankheit, Arbeit, Geld und Handicap“. – Kulturministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajic zeichnete die Gewinner Anfang Juni im Künstlerhaus Hannover nach einer Vorstellung der Projekte aus.

In der Begründung der Jury heißt es zum Projekt von Land & Kunst: „Der Anspruch, ein niedrigschwelliges Angebot für Menschen anzubieten, die es schwer haben im Leben, sei es durch ein Handikap, durch Arbeitslosigkeit und Hartz-4-Status oder durch Alter, Migrationshintergrund oder als Alleinerziehende ist hier in Vorbildhafterweise umgesetzt. Nur durch die direkte Ansprache, den direkten Kontakt ist die Einbindung dieser Menschen in kulturelle Projekte überhaupt möglich. Der Verein ,Land & Kunst e.V‘ verfügt über die Kontakte und die langjährige Erfahrung, sensibel und behutsam mit den Menschen und ihren Themen umzugehen und aus den Geschichten Kunst entstehen zu lassen.“

Mehr zu „sozioK“ und „Leben leben … mit und ohne …“ auf der Website der Stiftung Niedersachsen unter folgendem Link:
www.stnds.de/de/was-wir-foerdern/programme/sozioK-2013
» Land & Kunst

Nach Sicherstellung der Gesamtfinanzierung für über 2 Jahre beginnt nun das Projekt und wird in den nächsten Wochen öffentlich vorgestellt.

 


Auszeichnungen

  • 2015: Nominierung für den sozioK-Preis der Stiftung Niedersachsen
  • 2014: Nominierung für den BKM-Preis Kulturelle Bildung
    (Projekt TafelTheater – Futter für die Seele)
  • 2013: Zuhause hat Zukunft, Wege aus der Einsamkeit e.V.
    3. Preis für Projektvorschlag: (Geschichten gegen Einsamkeit)
  • 2013: sozioK – Zukunft gestalten mit Soziokultur – Auszeichnung der Stiftung Niedersachsen (Leben leben … mit und ohne …)
  • 2010: Nominierung für den Innovationspreis Soziokultur für das
    Projekt TafelTheater – Futter für die Seele
  • 2009: e.on avacon Förderpreis für gesellschaftliches Engagement
    (2. Preis für Kinder- und Jugendtheater-Projekt)
  • 2007: Auszeichnung der VB Diepholz für Theaterprojekt Was glaubst Du denn?
    am Gymnasium Bruchhausen-Vilsen
  • 2006: Ippen-Stiftung, 1. Preis für Theaterprojekt Was glaubst Du denn?
    am Gymnasium Bruchhausen-Vilsen

 


Kultur | Konzepte | Materialien

Peter auf der Prominentenkanzel in Hoya (Predigttext 12.03.2017) Peter Henze auf der Prominentenkanzel in Hoya
(Predigttext 12.03.2017)
   
Flyer „Zukunft ländlicher Raum – neues Leben für alte Höfe“ Flyer „Zukunft ländlicher Raum – neues Leben für alte Höfe
   
Bericht der Kundenzeitschrift der Hamburger S-Bahn
zum Anti-Rassismus-Kurzfilm „Bimbo“
   
Broschüre "3 Jahre Land & Kunst e.V 2004" Jubiläumsbroschüre
„3 Jahre Land & Kunst e.V – Hof Arbste 7“ von 2004
   
Flyer "Kultur der Einfachheit" Flyer „Kultur der Einfachheit“, 2014
   
Theaterprojekt für Kinder 2010 Theaterprojekt für Kinder, 2010
   
Mitglied werden im Land & Kunst e.V. Flyer Hof Arbste 7 Programm Mai–Dezember 2014
   
Mitglied werden im Land & Kunst e.V. Mitglied werden im Land & Kunst e.V.
   
Das TafelTheater – Resonanzen Das TafelTheater – Resonanzen
von Landesbischof Ralf Meister und Dr. Jörn-Michael Schröder (Superintendent des Kirchenkreises Syke-Hoya)
   
Das TafelTheater – Bericht 2012 Das TafelTheater – Bericht 2012
   
Das TafelTheater – Bericht Herbst 2011 Das TafelTheater – Bericht Herbst 2011
   
Das TafelTheater – Bericht Sommer 2011 Das TafelTheater – Bericht Sommer 2011
   
Das TafelTheater – Bericht Frühjahr 2011 Das TafelTheater – Bericht Frühjahr 2011
   

Presse | Medien

Presseberichte sind einzusehen unter:

Hoffest:www.weser-kurier.de/region/syker-kurier_artikel,-Heavy-Metal-mit-der-Tuba-_arid,1175789.html

Landsommer kreativ: www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/bruchhausen-vilsen-ort52437/fuenf-frauen-geniessen-landsommer-kreativ-arbste-5335078.html

KinderWaldProjekttage: www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/bruchhausen-vilsen-ort52437/kinderwaldprojekttage-lehrreiches-programm-arbste-5350194.html

   
Vera Briewig und Peter Henze
stellen bei Radio Broksen das TafelTheater vor
   
 TafelTheater - Pressebericht Von der Tiefe der Breitenkultur
Hannover Allgemeine 14.05.2014
   
 TafelTheater - Pressebericht Auf nach Nirgendwo
Asphalt Hannover, 01.04.2012
   
 TafelTheater - Pressebericht Alle in einem Boot
Evangelische Zeitung 03.10.2010
   
 TafelTheater - Pressebericht Futter für die Seele
Evangelische Zeitung 08.08.2010
   
 TafelTheater - Pressebericht Für Innovationspreis nominiert
Die Wochenpost Hoya/Bruchhausen-Vilsen 28.07.2010
   
 TafelTheater - Pressebericht Jubel im „wunderbaren Haus“
Kreiszeitung Diepholz/Nienburg/Hoya 19.07.2010
   
 TafelTheater - Pressebericht Tafeltheater spielt „Futter für die Seele“
Weser Kurier Bremen / Syker Kurier 08.07.2010
   

Die Arbster Depesche

ist das Mitteilungsblatt des Vereins – wir berichten per Mail über das Leben auf dem Hof und die Angebote für Gäste und TeilnehmerInnen an Projekten.

Dezember 2016: Zukunft made in Arbste
Dezember 2015: Weihnachtswunsch: Spenden für Land & Kunst e.V.
August 2015: Kulturpicknick | Tag des offenen Denkmals | Was war – was ist – was wird
Dezember 2014: Adventlicht und Weihnachtsmarkt mit „Spinnenden Dorfweibern“
August 2014: Kulturpicknick querbeet
Juli 2014: Hoffest | BMK-Preis Kulturelle Bildung | Projekttage für Kinder
Mai 2014: BMK-Preis Kulturelle Bildung | Buch „Spinnende Dorfweiber“ | FrühjahrsKaffee
März 2014: Buchvorstellung „Spinnende Dorfweiber“
Dezember 2013: Adventlicht mit HofKammerLaden | „Leben leben ...“ – lebt
August 2013: SommerKaffee | Tag des Offenen Denkmals | Projektvorstellung „Leben leben“
Juli 2013: Hoffest mit Kultband. Weitere Auszeichnung für Land & Kunst e.V.

Wenn Sie Interesse an der Arbster Depesche haben, so senden Sie uns bitte eine Mail, wir nehmen Sie dann in unseren Verteiler auf.

 

Land & Kunst e. V.

Verein zur Förderung von Kunst & Kultur
auf dem Hof Arbste 7

Arbste 7
27330 Asendorf
(gegenüber der Museumseisenbahn-
haltestelle Arbste an der B6)

Fon 04253 92011
Fax 04253 92016

info@landundkunst.de

Gründung: Februar 2001

Vorsitzende: Annette Bullig
und Eberhard Gerull

Geschäftsführer: Peter Henze

Informationen zur Theaterarbeit
des Theaters Henze & Co.

 

Landsommer 04.09.2020: Niko Paech und Manfred Folkers im Gespräch

 

Zu Gast in Arbste: Niko Paech, hier mit Peter Henze. Foto: Hermann Schröder.

Niko Paech, hier 2019 mit Peter Henze in Arbste. Foto: Hermann Schröder.

 

Solidarität für die FFF aus #Bruchhausen-Vilsen

Solidarität für die FFF aus
#Bruchhausen-Vilsen

 

März 2019 Solidaritätsaktion vor dem Rathaus in Bruchhausen-Vilsen

 

Flyer „Zukunft ländlicher Raum – neues Leben für alte Höfe“

Unser Flyer „Zukunft ländlicher Raum – neues Leben für alte Höfe“

 

Anne Heeg, Sängerin und Stimmlehrerin
– im Herbst 2019 wieder zu Gast

 

Aus dem Fotoarchiv:

 

KinderWaldTage im „Klassiker“, dem „Wald-Sofa“

 

Die Student*innen des Projekts „Reallabor Arbste“
(Foto: Horst Friedrichs, Kreiszeitung)

 

Staatssekretärin Birgit Honé zu Besuch bei den Spinnenden Dorfweibern in Arbste

 

Dachbaustelle im Dezember 2015

Dachbaustelle im Dezember 2015

 

Das Filmteam des Antirassismusspots „Bimbo“

Das Filmteam des Antirassismusspots „Bimbo“

 

Staatsministerin Prof. Monika Grütters, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, mit den Nominierten (Foto: René Arnold)

Staatsministerin Prof. Monika Grütters, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, mit den Nominierten (Foto: René Arnold)

 

Ausgezeichnete Projekte bei der Ehrung durch die Staatsministerin (Foto: René Arnold)

Ausgezeichnete Projekte bei der Ehrung durch die Staatsministerin (Foto: René Arnold)

 

Das TafelTheater mit befreundeten KollegInnen auf der Freitreppe auf Schloß Genshagen

Das TafelTheater mit befreundeten KollegInnen auf der Freitreppe auf Schloß Genshagen

 

Die Vertreter des TafelTheaters bei der Abfahrt in Asendorf

Die Vertreter des TafelTheaters bei der Abfahrt in Asendorf

 

Buchcover

So sieht es aus, das Buch der
„Spinnenden Dorfweiber“

 

Leben leben ... mit und ohne ...

Leben leben ... mit und ohne ...

 

SozioK-Preisverleihung mit Ministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajic bei der Stiftung Niedersachsen in Hannover

 

Die neuen Themen: Inklusion, Kinder, Zukunft – Ländlicher Raum

 

Tafeltheater – Futter für die Seele

 

Richtfest Alter Schafstall

Richtfest Alter Schafstall

 

Förderer

 

Stiftung Niedersachsen

 

Diakonie in Niedersachsen e.V.

 

Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration

 

Klosterkammer Hannover

 

Landschaftsverband Weser-Hunte e.V.

 

Kreissparkasse Syke

 

EWE-Stiftung

 

avacon

 

KuK Bruchhausen-Vilsen

 

Bündnis90/Die Grünen

Deutsche Stiftung Denkmalschutz

 

 

Förderer früherer Projekte

Nieders. Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Fonds Soziokultur

Hanns-Lilje-Stiftung

 

Partner, Freunde & Empfehlungen

Volkshochschule im LK Diepholz

Medienzentrum LK Diepholz

Kirchengemeinden im KK Syke-Hoya

Lebenswege begleiten

Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt

Lernen mit Tieren

Hoppla e.V.

vemion Design

 

 
           
    Spendenkonto Land & Kunst e.V.:
DE39 2915 1700 1560 0022 04, BRLADE21SYK (Kreissparkasse Syke)
DE12 2566 3584 0311 9033 00, GENODEF1HOY (Volksbank Aller-Weser eG)